Es war einer dieser heißen Abende in der Ägäis. Zweiunddreißig Grad. Ralph und Martin hatten Urlaub, sie lagen an Deck und sahen der Sonne zu, die in einem spiegelglatten Meer verschwand. Kein Wind, nirgends. Und die Schönheit dramatisch angeleuchteter Wolken, die sich auf der Wasseroberfläche zu verdoppeln schienen.
Dazu die Stille.

Ungewohnt, wenn man aus dem Alltag kommt, aus dem Büro, aus steter Geschäftigkeit, dem ewigen Streben nach mehr. Und noch mehr. Aber was ist mehr? Und bringen uns die ständigen Meetings, der permanente Aktionismus für immer neue Prozesse zur Optimierung von Abläufen wirklich weiter? Oder haben wir nur verlernt, innezuhalten? Muße zu tun?

Müßiggang ist aller Laster Anfang, heißt es immer wieder. Wie falsch dieser Ansatz ist, wird jeder zugeben, der schon einmal erfahren hat, dass der unerwartete Geistesblitz, die zündende Idee für einen langersehnten Durchbruch meist nach dem Arbeitstag, in entspannter Runde mit Freunden auf dem Sofa gekommen ist. Die Muße ist die Krone die Krone des Fortschritts. Nur mit dem Mut und dem Selbstvertrauen, sich dem Schönen, Freien und zunächst Zweckfreien zu widmen, können wir unseren hektischen Aktionismus überwinden, das ständige Streben und Sich-Abmühen. Die Muße hebt all unsere Anstrengungen auf die nächste Ebene. Mit ihr können wir uns auf die wahren Herausforderungen konzentrieren. Sie öffnet uns die Augen für das große Ganze.

Mit anderen Worten: Wir brauchen ein größeres Boot. Eines, das wir mit Freunden, Geschäftspartnern und Kreativen teilen können, um neue Ideen und Pläne reifen zu lassen. Um reflektieren zu können, was wichtig ist. Um Muße zu tun.

 

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