Die Wartezeit in Bordeaux hatte auch etwas Gutes. Das Wetter auf der Biscaya hatte sich laut Wetterbericht beruhigt, von 6 Meter hohen Wellen sind nur noch 1,5 m Wellen übrig geblieben. Unser Lotse und temporär Skipper „Pascal“ hat den Plan entwickelt den Transfer in einem Rutsch zu machen. Das Wetter lässt uns genau 18 Stunden Zeit für die Überführung von Bordeaux nach La Rochelle. Die Prognose sagt, 3 Stunden später und die Biscaya bäumt sich wieder auf, Windstärken über 30 Knoten. 30 Knoten Wind von Nord-West erzeugen sehr hohe Wellen. Dann mal schnell los hieß es am 16.12. um 8.45 Uhr. Die ersten Stunden auf der Garonne waren ausschließlich mit der Beobachtungsaufgabe verbunden. Wir suchten Baumstämme und Treibgut. Durch die Tiede von ca. 5-6 Metern haben wir es mit einem Strom von bis zu 6 Knoten zu tun, wenn man die Bootsgeschwindigkeit dazu rechnet kommen wir auf 12 Knoten über Grund.

 

Nach ein paar Stunden erreichten wir den Ausgang in die Biscaya, der Wellengang erinnert an eine Karussellfahrt, uns wurde flau in der Magengegend, Lotse und Skipper Pascal dokumentiert Ihre Professionalität mit dem Verzehr einer Dose „Baked Beans“. Ralph und ich sind sprachlos, wie kann man nur bei dem Wellengang etwas essen. Gegen 2.30 Uhr kamen wir dann endlich in La Rochelle an, uns wurde die Schleuse zum inneren Hafen geöffnet und wir gleiten in die „Ruhe nach dem Sturm“. Hier liegt nun die SAMCAT im Schoße der Stadt La Rochelle. Wir gingen schlafen und freuten uns auf die kommende Zeit in La Rochelle. Wir haben wiedermal nur die Aufgabe den noch ausstehenden Umbau der SAMCAT zu beaufsichtigen. Schon heute wissen wir, es wird wieder „französisch“. In der Ruhe liegt die Kraft.

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